Friday, 25. November 2005
Religion in Japan
 Dainichi - mit Weisheits-Mudra
 Dainichi - mit Meditations-Mudra | Dainichi Nyorai ist der wichtigste Buddha des sogenannten esoterischen oder tantrischen Buddhismus, der in Japan vor allem in Gestalt der Shingon-shû und Teilen der Tendai-shû vertreten ist. Doch auch für andere buddhistische Richtungen zählt dieser Buddha, der in Indien unter dem Namen Vairocana verehrt wurde, zu den bedeutendsten.
Dainichi bedeutet wtl. "Große Sonne". Es ist die Übersetzung des indischen Namens Mahavairocana. Dainichi Nyorai wird auch als kosmischer Buddha bezeichnet, der nicht aus einer menschlichen Existenz hervorging, sondern von Anfang an eins mit dem universalen Dharma war. Er hält nach dieser Auffassung sowohl im Bereich der absoluten Erkenntnis, als auch im Bereich der sichtbaren Dinge die höchste Stellung inne. Ausdruck dieser beiden Bereiche ist das bereits erwähnte doppelte Mandala, in dem Dainichi jeweils die zentrale Position einnimmt. Seine ikonographischen Attribute sind je nach Bereich unterschiedlich. Der Dainichi der "Diamant-Welt" (= Bereich der absoluten Erkenntnis) ist durch das Mudra der Höchsten Weisheit (chiken-in) zu identifizieren. In dieser Haltung wird er auch an prominentester Stelle im Kongôkai oder "Diamant-Welt" Mandala dargestellt. Im Taizôkai oder "Mutterschoß" Mandala wiederum erscheint er in "Meditationshaltung" erkennbar am Meditationsmudra (jôin). Im Gegensatz zu anderen Buddhas wird Dainichi im esoterischen Buddhismus bisweilen mit einer Art Krone dargestellt. |
Die Abbildung zeigt die Haupt- und Nebengötter des Kasuga-Schreins in Nara zusammen mit den ihnen entsprechenden Ur-Buddhas (honji 本地). Die mittlere Figur in der obersten Reihe ist lediglich als 1. Schrein (Ichi-no-miya) ausgewiesen (es handelt sich um Takemikazuchi, die Hauptgottheit des Schreins). Sie wird von zwei honji Buddhas flankiert, nämlich Shaka und Kannon. Direkt darunter -- von der Mitte nach außen in abnehmender Rangfolge -- die Götter der weiteren Teilschreine von Kasuga (inklusive diverser Nebenschreine), jeweils mit den zuständigen Buddhas oder Bodhisattvas darüber.
Unterhalb der Götterwelt ist die konkrete Landschaft des Kasuga Schreins abgebildet. Unmittelbar zu Füßen der kami, auf dem Gipfel des heiligen Berges Mikasa, ist ein Hirsch zu sehen-- Bote und Sinnbild des Kasuga Schreins. Auf ihm sollen einst die Götter des Schreins aus dem Osten Japans hierher gekommen sein. Am Fuß des Berges Mikasa ist sehr realistisch die Schreinanlage abgebildet, darunter, teilweise von Wolken verdeckt, die Tempelanlage des Kôfukuji, von dem vor allem die Pagode zu erkennen ist. |  Kasuga Mandara
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 Fuchsgeist | • Grundbegriffe - es geht es vor allem um die beiden Hauptreligionen Japans, Buddhismus und Shinto, um ihre Grundwerte und die wichtigsten geschichtlichen Fakten. Dieses Kapitel ist eher theoretisch und textintensiv. Wer mehr an optischen Eindrücken interessiert ist, kann als Einstieg auch die beiden folgenden Kapitel wählen.
• Was ist ein Schrein? und Was ist ein Tempel? werden die Religionen Japans so dargestellt, wie sie sich den Augen des Japanbesuchers als erstes präsentieren: durch ihre Bauten. Dabei wird der Blick für die Unterschiede zwischen buddhistischen und shintoistischen Einrichtungen geschärft. Auch die jeweiligen Priester und Mönche werden kurz vorgestellt. |
• Religion im modernen Leben geht der Frage nach, wie sich die beiden Religionen im Alltagsleben der modernen Japaner abwechseln und ergänzen. Es geht um alltägliche Schrein- und Tempelbesuche, religiöse Feste, Riten für Verstorbene, u.a.m.
• Statuen und Bilder bietet eine Einführung in die religiöse Ikonographie Japans. Wie identifiziert man eine Buddha-Statue? Was ist ein Bodhisattva? Wie sehen Shinto Götter aus?
• Mythen und Legenden vertieft und ergänzt die Ikonographie. Neben den klassischen Mythen des japanischen Altertums kommen auch Geister- und Jenseitsvorstellungen zur Sprache. |  Hotai
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Und die Religionsgeschichte behandelt die in den "Grundbegriffen" angeschnittenen Themen in chronologischer Reihenfolge. Das Kapitel beginnt mit der Einführung des Buddhismus in Japan (6. Jh.) und reicht bis zum Staatsshinto und den sog. Neuen Religionen im 19. und 20. Jahrhundert.
Religion in Japan ein Web-Handbuch von Bernhard Scheid (German only)
Einfach grossartig! Ein MUSS!