Monday, 15. August 2005
Welt der Indianer
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Im deutschsprachigen Raum wird unter Manitu irrtümlich vorwiegend die Gottheit der Indianer Nordamerikas verstanden. Das religiöse Empfinden der Indianer deckte sich jedoch nicht mit den Vorstellungen der Europäer. Der Gottesbegriff der Ureinwohner hatte nichts mit dem Gedankenbild der christlichen Religionen gemein. Unter Manitu stellen sich die Indianer keinen Gott in Gestalt einer Person vor. Manitu ist eine Energie, die sich den Indianern überall in der Natur offenbart.


Bei den meisten nordamerikanischen Indianern war der Glaube an übernatürliche Kräfte stark ausgeprägt. Hinter jeder Naturerscheinung - ob es der Wind, der Regen, oder Blitz und Donner war - sahen sie eine höhere Macht in Form von Geistern. Die Indianer glaubten, dass alle Dinge - ob es Lebewesen oder unbelebte Dinge waren - eine Seele hatten. Jeder Indianer hatte das Ziel, einen persönlichen Schutzgeist zu finden, der ihm bei der Jagd, im Kampf, aber auch für seine Gesundheit und für sein Ansehen bei Seite stand. Auf der Suche nach diesem Schutzgeist, zog sich der Indianer für mehrere Tage in die Einsamkeit zurück, in der Hoffnung, ihn in einem Traum zu finden.

Welt der Indianer von Regina Kaute. (German)


Eine wunderbare Seite!
Category: Ethno & Shamanism




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